Das
Adalbert-Stifter-Zentrum
Centrum Adalberta Stiftera
in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberplan
und dem Adalbert-Stifter-Verein
lädt hiermit herzlich ein zu den
14. OBERPLANER GESPRÄCHEN
unter dem Motto
„PROBLEM UND CHANCE –
Die Annahme der deutschen Vergangenheit in den Grenzgebieten als Schritt in die Zukunft“
vom
17.-19. September 2010
in Oberplan im Böhmerwald
(Centrum Adalberta Stiftera/Adalbert-Stifter-Zentrum)
Das Seminar soll Tschechen und heimatvertriebene wie heimat-verbliebene Deutsche aus Böhmen, Mähren und Schlesien, die als Multiplikatoren Verantwortung tragen, zusammenführen und dem Austausch von Meinungen und Erfahrungen dienen.
Veranstalter:
CENTRUM ADALBERTA STIFTERA /
ADALBERT-STIFTER-ZENTRUM
Jiráskova 168, CZ-382 26 Horní Planá (Oberplan)
Tel.: 00420-380 738 034
Fax: 00420-380 738 057
E-Post: cas.asz@horniplana.cz
Vorgesehener Ablauf des Seminars:
Freitag, 17.09.2010
Anreise, Anmeldung, Abendessen
19.30 Uhr Eröffnung und Grußworte
20.00 Uhr Dr.phil. Raimund Paleczek (München):
„Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den böhmischen Ländern – Vorstellung des zweiten Bandes
einer umfassenden Dokumentation“
Samstag, 18.09.2010
09.00 Uhr PhDr. Rudolf Erhart (Prag):
„Der Umgang der tschechischen Medien mit der deutschen Vergangenheit der Grenzgebiete“
10.30 Uhr Mgr. Ivan Slavík (Krummau):
„Gedanken zur Präsentation der Deutschen Böhmens in den südböhmischen Museen“
12.00 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr: PhDr. Jaromír Bohač (Eger):
„Die bestehenden und nicht ausgenützten Möglichkeiten
der Bezirksarchive zur Darstellung der Geschichte der Grenzgebiete“
15.45 Uhr PhDr. Roman Salamanczuk (Franzensbad):
„Erfahrungen der Alois John Gesellschaft zum Umgang mit der deutschen Vergangenheit“
17.15 Uhr Mgr. Ondřej Liška (Brünn):
„Die Vergangenheit der Grenzgebiete in der Darstellung der tschechischen Schulbücher und im Unterricht“
18.30 Uhr Abendessen
20.00 Uhr „Bayerischer Wald und Böhmerwald in Wort und Musik“
Es musiziert die „Ascher Stubenmusik“ aus Klafferstraß,
dazu Rezitationen Böhmerwäldler Mundartdichter (zweisprachig)
Sonntag, 19.09.2010
09.00 Uhr Dr.phil. Peter Becher (München):
„Deutsch – tschechisch – europäisch: Die böhmisch-mährischen Grenzgebiete“
10.00 Uhr Autorenlesung Radka Denemarková (Prag)
Musikalische Umrahmung: Gitarrenduo „Čapek & Interholz“
aus Krummau
12.00 Uhr Seminarabschluß
( Änderungen vorbehalten )
Erstmals im Adalbert-Stifter-Zentrum gezeigt:
Deutsche, tschechische und österreichische Schauspieler in der Karikatur
Sie alle haben in den 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts in deutschen und tschechischen Filmproduktionen mitgewirkt. Sie wollten einfach nur Schauspieler sein und spielen, ohne politische Ambitionen und ohne Rücksicht auf das herrschende politische System. Nach dem Krieg sind sie darum von den Siegern zunächst einmal mit Spielverbot belegt worden, bevor sie später wieder in ihr Metier zurückkehren konnten.
Der 1917 geborene tschechische Grafiker und Karikaturist Jan Blahoslav Novotný (Künstlername „Honza“) hat viele von ihnen in Karikaturen verewigt, von Heinz Rühmann über Hans Moser bis Lida Baarová und viele andere. Erstmals sind diese Karikaturen – die bisher in einer Privatsammlung der Öffentlichkeit verborgen waren – nunmehr in einer Ausstellung in der Galerie des Oberplaner „Adalbert-Stifter-Zentrums“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
Eröffnet wurde die Ausstellung am 4. Juni 2010, zu sehen ist sie noch bis zum 30. September. Vorgestellt werden rund 41 Schauspieler und Schauspielerinnen in typischen Posen und mit leichtem Pinselstrich. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei, geöffnet ist sie täglich außer Montag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr.
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| Hans Moser | Heinz Rühmann | Lída Baarová |
Traditionelle Böhmerwäldler Volkskunst wiederbelebt
Werkwoche für Hinterglasmalerei in Oberplan im Böhmerwald
Die Kunst der Hinterglasmalerei war bis zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung im Böhmerwald weit verbreitet. Besonders im Winter entstanden in vielen Bauernstuben Hinterglasbilder, oft in naivem Stil und mit religiösen Motiven. Aber auch wirklich kunstvolle Hinterglasbilder sind überliefert, durchaus auch mit weltlichen Motiven.
Nunmehr ist im „Adalbert-Stifter-Zentrum“ in Oberplan im Böhmerwald diese traditionelle Böhmerwäldler Volkskunst wieder zum Leben erweckt worden: Vom 8.-14. Mai 2010 fand dort auf Einladung des Zentrums die nach dem Krieg erste „Werkwoche für Hinterglasmalerei“ im Böhmerwald statt. Geleitet wurde sie von der Malerin Maria Groh, die sich seit vielen Jahren auf Hinterglasmalerei spezialisiert hat. Die Künstlerin ist im Ort Pichlern bei Oberplan geboren und seit der Vertreibung in Oberfranken ansässig. Mit einer Ausstellung ihrer Werke vom Dezember 2009 bis Ende März 2010 im „Adalbert-Stifter-Zentrum“ ist diese traditionelle Kunst wieder in den Böhmerwald zurückgekehrt.
An der Werkwoche nahmen neben heimatvertriebenen Frauen auch Frauen aus der heutigen Oberplaner Bevölkerung teil. Die Werkwoche war so erfolgreich, daß es weitere derartige Werkwochen geben soll.
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Foto: Maria Groh (links) demonstriert eine Maltechnik. Die Teilnehmerinnen der Werkwoche kamen aus allen Generationen (Foto:Jiří Svoboda)




